Studierter Chiropraktor
Marcus Koch
Nachdem ich 6 Jahre in verschiedenen chirurgischen Abteilungen als operationstechnischer Assistent gearbeitet hatte, entdeckte ich glücklicherweise die heilende Kraft der manuellen Behandlungen.
Viele Jahre lang litt ich unter starken Rückenschmerzen. Erst durch eine intensive chiropraktische Behandlung wurden nicht nur alle meine Symptome gelindert, sondern ich konnte auch fasziniert beobachten, wie die angeborene Intelligenz des Körpers begann, meine Beschwerden von innen heraus zu heilen. All dies geschah durch äußerst sanfte und präzise Korrekturen – sogenannte Justierungen – von Wirbelkörpern in meiner Wirbelsäule, die meinen Körper in die Lage versetzten, sich selbst zu heilen. Meine Philosophie ist es heute, mit der Behandlung schon zu beginnen, bevor ein Problem auftritt. Auch wenn keine Symptome vorhanden sind, sollten wir unseren Körper regelmäßig untersuchen, um Schmerzen und Fehlstellungen vorzubeugen.
Nach 5 Jahren schloss ich meinen zweisprachigen Master of Chiropractic am Barcelona College of Chiropractic ab, in dem ich unter anderem in einer sanften und präzisen Justierungs-Technik, dem MLS Adjusting, ausgebildet wurde. Ich bin davon überzeugt, dass ich mit meinen Arbeit Ihrem Körper nicht nur helfen kann, sich von Schmerzen zu befreien, sondern besonders auch vorbeugend helfen kann, Ihren Körper von der Wurzel her zu stabilisieren.
Was bedeutet Gesundheit für Dich? Was ist ein gesunder Mensch?
Ein gesunder Zustand ist im Allgemeinen ein Zustand, in dem wir über Gesundheit überhaupt nicht nachdenken müssen. Der Körper fühlt sich wohl und kann sich schnell regenerieren. Er hat ausreichend Flexibilität und Ressourcen, sich gut an Umweltstressoren anzupassen. Dies gibt uns die Kraft, wirklich nach dem zu streben, was wir in unserem Leben verwirklichen wollen.
Was ist in Deinen Augen die Magie der Chiropraktik? Warum liebst Du dieses System?
Die westliche Medizin verfolgt im Allgemeinen ein recht mechanistisches Gesundheitsbild, in dem Symptome und Körpersysteme isoliert voneinander betrachtet werden. In Wirklichkeit ist der ganze Körper aber ein großes, zusammenhängendes Ganzes, in dem alles miteinander in Wechselwirkung steht. Die Chiropraktik vereint, was uns getrennt zu sein scheint. Sie öffnet scheinbar geschlossene Systeme und begreift sie wieder in ihrer Abhängigkeit und Wechselwirkung mit allen anderen Systemen in unserem Körper. In der Chiropraktik verbindet sich der Körper wieder zu einem Ganzen.
Was ist Dein Ziel, wenn Du einen Patienten triffst? Wohin möchtest Du den Patienten begleiten?
Meistens kommen die Menschen mit konkreten Beschwerden zu mir. Das erste Ziel ist es dann natürlich immer, den Patienten aus dem Leiden herauszuholen und in einen symptomfreien Zustand zurückzuführen. Dies kann aus Sicht der Chiropraktik nur durch ein strukturelles Gleichgewicht erreicht werden. Das bedeutet, die innere Balance und Ausrichtung des Körpers wieder herzustellen, so dass das gesamte System in einen Zustand von Harmonie und Stabilität findet. Im Grunde ist dieser symptomfreie Zustand aber der natürliche Grundzustand des Körpers, von dem aus wir wachsen und uns entwickeln können. Gesundheit bedeutet nicht, einen statischen, symptomfreien Zustand zu erreichen, sondern den Menschen wieder zu Wachstum und dynamischer Entwicklung zu befähigen.Werdegang
2010 Abitur
2010 – 2013 Ausbildung zum Operationstechnischen Assistenten (OTA), Berlin, Deutschland
2013 – 2014 Auslandsaufenthalt als OTA im St. Joseph’s Hospital, Tansania Schwerpunkt: Herstellung der Grundversorgung in Bereichen der Hygiene und Traumatologie / Orthopädie
2014 – 2015 Auslandsaufenthalt als OTA in der Privatklinik Schulthess Musculoskeletal Zentrum, Zürich, Schweiz
Schwerpunkt: Wirbelsäulenchirurgie und Neurotraumatologie; Hüft-Endoprothetik
2015 – 2020 Master of Chiropractic, Barcelona College of Chiropractic, Barcelona, Spanien
Seit 2020 Ganzheitliche Chiropraktik Praxis
Interview
1. Wie bist du zur Chiropraktik gekommen?
Schon in meiner Jugend hatte ich starke Schmerzen an der Wirbelsäule, die vor allem durch zu viel Sport und eine dauerhafte Überbelastung entstanden sind. Damals wurde bei mir von Orthopäden ein sogenannter Scheuermann diagnostiziert, was zu chronischen Beschwerden im Bereich der Brustwirbelsäule führte. Über die Jahre wurden zahlreiche, leider oft falsche Behandlungsansätze ausprobiert – ohne nachhaltigen Erfolg.
Während meiner späteren Arbeit im Operationssaal verschlechterten sich die Symptome zunehmend, was meinen Alltag stark beeinträchtigte. Ein Wendepunkt kam schließlich während eines Aufenthalts in einem Krankenhaus in der Schweiz: Dort wurde ich zum ersten Mal chiropraktisch korrekt behandelt – und zum ersten Mal spürte ich eine spürbare Besserung meiner Beschwerden.
Dieses Erlebnis war für mich ein Schlüsselmoment. Mir war sofort klar: Das ist der Weg, den ich einschlagen möchte. Ich habe mich entschlossen, Chiropraktik an einer der besten Universitäten Europas zu studieren und daraus meine Lebensaufgabe zu machen – Menschen zu helfen, so wie mir damals geholfen wurde.
2. Was ist heute dein Verständnis von Gesundheit? Was ist ein gesunder Mensch?
Gesundheit bedeutet für mich, dass der Körper in der Lage ist, sich selbst in Balance zu halten. Ein gesunder Körper zeichnet sich durch Stabilität und Konstanz aus, ohne starke Schwankungen im Wohlbefinden. Er ist extrem belastbar, gleichzeitig aber auch mental flexibel und anpassungsfähig.
Ein gesunder Mensch altert langsam und bleibt dabei weitgehend frei von körperlichen Beschwerden. Vor allem aber sollte man das Gefühl haben, alles im Leben tun zu können, ohne durch körperliche Einschränkungen oder Schmerzen begrenzt zu sein.
Genau dieses Ziel verfolge ich bei all meinen Patienten — unabhängig vom Alter. Ich möchte ihnen helfen, einen Zustand zu erreichen, in dem sie sich in ihrem Körper wohlfühlen und ihr volles Potenzial ausschöpfen können.
3. Aus welchen Gründen kommen Menschen zu dir in die Praxis?
Meine eigene Erfahrung mit Wirbelsäulenbeschwerden als Jugendlicher hat in mir früh die Leidenschaft geweckt, die Zusammenhänge von Wirbelsäule und Gesundheit tief zu verstehen. Diese persönliche Motivation begleitet mich bis heute: Im Studium habe ich mich doppelt so intensiv engagiert, um die bestmöglichen Ergebnisse für meine späteren Patienten zu erzielen.
Auch heute strebe ich jeden Tag nach Exzellenz, bilde mich kontinuierlich fort und lege größten Wert auf Gründlichkeit und Präzision in jeder einzelnen Behandlung. Dabei habe ich gezielt von den Besten meines Fachs gelernt und lasse dieses Wissen konsequent in meine Arbeit einfließen. Ich habe mein gesamtes Berufsleben dieser Aufgabe verschrieben — und das spüren die Menschen, die zu mir kommen, sehr deutlich.
4. Was macht die Chiropraktik für dich so besonders?
Für mich ist es faszinierend, dass man mit wenigen gezielten Impulsen oft enorme Behandlungserfolge erzielen kann. Die Chiropraktik ermöglicht es, ein breites Spektrum an Beschwerden im Bereich der Neurologie und Orthopädie wirksam zu behandeln. Dabei ist sie nicht nur sehr effektiv und schnell, sondern auch im Vergleich zu Operationen oder medikamentösen Therapien äußerst kostengünstig. Besonders wichtig ist mir zudem der natürliche Ansatz: Es werden keine zusätzlichen Medikamente benötigt — der Körper wird in seiner Selbstheilung unterstützt.
5. Wie siehst du dabei deine Rolle als Therapeut?
Für mich ist es zentral, die Selbstständigkeit meiner Patienten zu fördern — sie sollen ihre Gesundheit aktiv in die eigenen Hände nehmen. Gleichzeitig möchte ich neue Sichtweisen eröffnen: Chiropraktik sollte aus meiner Sicht bei vielen Beschwerden als Goldstandard betrachtet werden.
Darüber hinaus braucht es in unserer Gesellschaft ein Umdenken hin zu einem nachhaltigeren Umgang mit dem eigenen Körper. Dazu gehört auch, präventive Behandlungen selbstverständlich in den Alltag zu integrieren, anstatt erst im Verschleißstadium zu handeln. Ich möchte meine Patienten dazu inspirieren, mehr Eigenverantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen — und sie auf diesem Weg bestmöglich begleiten.
6. Was ist für dich das größte Potenzial der chiropraktischen Behandlung?
Für mich liegt das größte Potenzial der Chiropraktik klar in der präventiven Arbeit. Es geht darum, den Körper frühzeitig zu unterstützen und nicht erst zu handeln, wenn Beschwerden bereits fortgeschritten sind. Immer wieder beeindruckt es mich, welche enormen Funktionsverbesserungen sich schon mit wenigen gezielten Impulsen erzielen lassen — sei es in der Beweglichkeit oder im Erhalt der körperlichen Langlebigkeit. Gleichzeitig kommt der Körper durch die Behandlung wieder in einen Zustand, in dem er sich selbst besser regulieren und stabilisieren kann.
7. Wenn du einen neuen Patienten begrüßt, was sind deine Ziele? Welche Reise zur Gesundheit siehst du da?
Für mich steht im Vordergrund, den Patienten einen echten Anstoß für einen Neustart zu geben. Selbst bei herausfordernden Fällen ist es mein Anspruch, stets mein Allerbestes zu geben. Dabei möchte ich helfen, alte Muster zu durchbrechen und neue Denkansätze in Bezug auf Gesundheit und Körperbewusstsein zu fördern.
Besonders wichtig ist mir, dort weiterzumachen, wo andere oft aufhören — auch wenn die Reise zur Genesung lang und anspruchsvoll sein kann. Ich habe den Anspruch, einen langen Atem zu behalten und für jeden Patienten das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.